Blogartikel Landschaftsfotografie MIttelformat

Landschafts-Fotografie Mittelformat

Ein Erfahrungsbericht von Jennifer Brühlmann

Seit meiner Kindheit interessiere ich mich schon für Gestaltung, Design und ästhetische Dinge. Kein Wunder, dass ich seit meinen Jugendjahren leidenschaftlich gerne fotografiere. Schon mit 16 Jahren fotografierte ich voller Stolz mit der analogen Spiegelreflex Kamera, die mir mein Vater auf die Konfirmation schenkte. 

2015 konnte ich meine Leidenschaft zum Beruf machen. Wir gründeten Amazing Views Photo & Adventure Tours. Seitdem teile ich meine Leidenschaft und mein Wissen mit unseren Gästen während Fotoworkshops und Fotoreisen. Ich liebe es besonders die rauen und wilden Landschaften im Norden Europas zu fotografieren. 

Jennifer Brühlmann

Wie ich zum Mittelformat kam

Seit knapp einem Jahr ist eine Fujifilm GFX 50s meine Begleiterin für die Landschaftsfotografie. Es fing damit an, dass ich die Kamera ausleihen und während ein paar unserer Fotoreisen testen konnte. Mein erster Gedanke war, dass es ja eigentlich nicht auf die Kamera ankommt, sondern auf denjenigen der dahintersteht. Schliesslich war ich mit meiner Vollformatausrüstung mehr als zufrieden.

Ohne grosse Erwartungen packte ich die Mittelformat Kamera zusammen mit zwei passenden Objektiven in meinen Fotorucksack. Zum Höhepunkt der Herbstfarben durfte ich die Kamera gleich an drei verschiedenen Destinationen in unterschiedlichen Breitengraden ausprobieren: auf den stürmischen Lofoten in Norwegen, den rauen Highlands in Schottland und im alpinen Klima in Slowenien.

Fotoreise mystisches Schottland

Glencoe Tal in den schottischen Highlands
GFX 50s, GF23mm f/4, f/14, 1/40s, ISO 400

Der erste Eindruck

An der ersten Destination, auf den Lofoten, erwartete uns prächtiges Herbstwetter – goldene Farben, Regenbögen und windgepeitschte Küsten. Perfekte Bedingungen die Kamera auf Herz und Nieren zu testen. Schon bei den ersten Aufnahmen mit der GFX 50s war ich sehr positiv überrascht. Zum einen erschien mir das Handling der Kamera sehr einfach und bequem und stellte keine grosse Umstellung von meiner alten Kamera dar. Beim Betrachten der ersten aufgenommen Bilder und reinzoomen in das Bild kam sofort der erste Wow Effekt – ich war begeistert von der wunderschönen Farbwiedergabe, der Schärfe bis in die Ecken und die Abbildung der Details. Ab diesem Moment hat es mir sprichwörtlich den Ärmel reingezogen und ich lernte die Kamera in den darauffolgenden drei Wochen schätzen. Schnell war mir klar, dass diese Kamera optimal auf meine Bedürfnisse als Landschaftsfotografin abgestimmt ist.

Fotoreise Lofoten Herbstfarben

Eine meiner ersten Aufnahmen während eines Aufenthalts auf den Lofoten im Herbst 2019
GFX 50s, GF32-64mm f/4, f/8, 1/80s, ISO 320

6 Gründe für die Landschaftsfotografie mit Mittelformat

1. Farben & Dynamikumfang

Die Farbwiedergabe ist sehr naturgetreu und dank des grossen Dynamikumfangs können auch Aufnahmen mit grossen Helligkeitsunterschieden einfach eingefangen werden. Einen Verlaufsfilter braucht man nur noch selten. Aufgrund der ausgezeichneten RAW Aufnahmen in Bezug auf Farbe und Dynamikumfang muss auch viel weniger Zeit in die Nachbearbeitung investiert werden.

Fotoreise Lofoten Herbstfarben

Sonnenuntergang auf den Lofoten, Norwegen
GF32-64mm f/4, f/16, 30s, ISO 100

Landschaftsfotografie Mittelformat

Sonnenaufgang in Bled, Slowenien
GF32-64mm f/4, f/8, 1/60s, ISO 400
 

2. Langzeitbelichtungen ohne Firlefanz

Ich liebe die Möglichkeit bei Langzeitbelichtungen von länger als 30 Sekunden nicht auf Bulb stellen zu müssen. Ganz bequem lassen sich auch mal Belichtungszeiten von 60 Sekunden oder gar bis 8 Minuten einstellen.

Fotoreise Lofoten Wintertraum

Langzeitbelichtung von 8 Minuten
GF23mm f/4, f/8, 480s, ISO 125

Fotoreise Senja Wintertraum

Langzeitbelichtung von 1 Minute
GF23mm f/4, f/11, 60s, ISO 100

3. Bildqualität und Details

Die Qualität der Aufnahmen und dabei insbesondere die Abbildung von Details ist hervorragend. Gerade wenn man die Bilder gross an die Wand hängen möchte, hat man immer noch die feinsten Details im Bild.

Fotoreise Lofoten Herbstfarben

Herbststimmung auf den Lofoten, Norwegen
GFX 50s, GF32-64mm f/4, f/9, 120s, ISO 100

4. Top Schärfe

Die Aufnahmen sind bis in die Ecken gestochen scharf. Randunschärfe sucht man vergebens.

Fotoreise Lofoten Wintertraum

Morgendämmerung in Reine, Lofoten
GFX 50s, GF32-64mm f/4, f/8, 6.5s, ISO 100
 

5. Rauschverhalten

Dank des grossen Sensors ist das Rauschverhalten der Mittelformat Kamera vorzüglich. Ohne grosse Abstriche machen zu müssen, kann auch mal eine Aufnahme aus der Hand oder Nachtaufnahmen im High ISO Bereich erstellt werden.

Kunden Behind the Scenes

Aufnahme aus der Hand 
GFX 50s, GF32-64mm f/4, f/8, 80s, ISO 800

Blog Landschaftsfotografie Mittelformat

Nachtaufnahme des Nordlichts bei hoher ISO 
GFX 50s, GF23 mm f/4, f/4, 10s, ISO 2500

6. Sturm- und wetterfest

Gerade die Mittelformat Kameras von Fujifilm sind bekannt für ihre Wetterfestigkeit. Egal ob Sturm, Regen oder Schnee – die Kamera ist hart im Nehmen. Die Kamera ist ein regelrechtes Arbeitstier. Schon unzählige Male war meine Kamera bei Regen, Schneesturm oder in sehr kalten Nächten im Einsatz. Noch nie hat sie mich im Stich gelassen. Auch die Laufzeit der Akkus, gerade bei kalten Temperaturen, hat mich positiv überrascht.

Landschaftsfotografie Mittelformat

Sturmfront über Skagsanden, Lofoten
GFX 50s, GF23mm f/4, f/8, 120s, ISO 200

Fotoreise Lofoten Wintertraum

Schneesturm über Haukland, Lofoten
GFX 50s, GF32-64 mm f/4, f/8, 0.5s, ISO 100

Fazit

Kurz nachdem ich die Fujifilm GFX 50s für drei Wochen ausleihen durfte, war mir klar, dass ich diese Kamera unbedingt haben möchte. Praktisch nahtlos bin ich auf das Mittelformat von Fujifilm umgestiegen und habe es bis heute nicht bereut. Seit knapp einem Jahr ist die GFX 50s von Fujifilm meine ständige Begleiterin und hat schon viele Abenteuer im In- und Ausland mitgemacht.

Die Kamera ist perfekt auf die Bedürfnisse von Landschaftsfotografen abgestimmt. Das Menu ist einfach und leicht verständlich. Trotz dem grossen Mittelformat Sensor ist die Kamera sehr handlich und ähnelt sich in Bezug auf Grösse und Gewicht in etwa den Vollformat Kameras. Das flexible Schwenk-Display ist sehr praktisch, wenn man auch mal Aufnahmen aus einer tiefen Perspektive (egal ob Quer- oder Hochformat) machen möchte. Die Schärfentiefe-Skala möchte ich nicht mehr missen. Anhand der digitalen Balkenanzeige kann ich genau bestimmen wo ich meinen Schärfepunkt haben möchte oder wieviel Schärfentiefe ich in meiner Aufnahme haben möchte. Die hyperfokale Distanz muss ich nicht mehr selber ausrechnen. Das Focus Peaking bzw. Kantenanhebung hilft ebenfalls beim manuellen Fokussieren. Dank des Live Histogramms kann ich meine Belichtung exakt nach meinen Wünschen steuern.

Blog Mittelformat
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Jetzt aktuell: Die Fujifilm GFX50s Deluxe Edition 

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