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Fotoausrüstung Wildlife-Fotografie

5 Tipps für die Fotoausrüstung für die Wildlife-Fotografie

Das Fotografieren von Wildlife ist eine unserer Leidenschaften. Wir bereisen seit vielen Jahren regelmässig die schönsten Nationalparks im südlichen Afrika, in Alaska oder Indien. Für ein tolles Wildlife-Foto braucht es in erster Linie ein gutes Auge. Daneben ist es wichtig, dass Du Deine Kameraausrüstung beherrschst und in der Lage bist sehr schnell die passenden Einstellungen vorzunehmen. Du brauchst nicht das teuerste und neuste Equipment um tolle Tierbilder zu schiessen. Trotzdem gibt es rund um die Ausrüstung einiges zu beachten. Die folgenden Tipps sollen Dir helfen Deine nächste Fotosafari optimal vorzubereiten.
Blog Wildlife Fotografie Ausrüstung

Eine Auswahl unserer Fotoausrüstung für die Wildlife Fotografie


1. Zwei Kamera Bodies sind ideal für die Wildlife-Fotografie

Falls Du über zwei Kamera Bodies verfügst, solltest Du diese unbedingt auf Deine Fotosafari mitnehmen. In der Fotografie von Tieren geht es oft sehr schnell. Durch einen Objektivwechsel besteht die Gefahr eine spannende Szene zu verpassen. In den Parks in Afrika oder in Indien ist es oft sehr staubig. Mit zwei Bodies verhindert man einen häufigen Objektivwechsel und damit das Risiko von Sensorflecken oder einer sonstigen Verschmutzung. Zudem verfügt man bei einem allfälligen Defekt unmittelbar über einen Ersatz, der sonst meist während der Reise nicht beschaffen werden kann.

Grundsätzlich können für die Wildlife-Fotografie alle Kameras mit manuellen Einstellmöglichkeiten verwendet werden. Wir benützen zwei Spiegelreflexkameras, eine mit Vollformatsensor und eine mit Crop-Sensor. Der Crop-Faktor kann einem helfen weiter entfernte Tiere optimal abzulichten. Daneben hilft es wenn die Kameras über eine schnelle Serienbildfunktion verfügen. Mit einem guten Rauschverhalten bei höheren ISO-Werten kannst Du länger bei schlechter werdenden Lichtverhältnissen gute Bilder aus der Hand schiessen.
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Ein kleiner Leopard, aufgenommen in Botswana mit einer Festbrennweite 300mm f/2.8


2. Die richtigen Brennweiten – nicht nur Telezoomobjektive

Die optimalen Brennweiten hängen natürlich in erster Linie davon ab, welche Tiere Du fotografieren möchtest. Für Raubkatzen und andere Säugetiere in den Nationalparks Afrika sind Objektive mit einer Brennweite von bis zu 400mm in vielen Fällen optimal. Neben Zoom Objekten verwenden wir sehr gerne Festbrennweiten, wie z.B. ein 300mm f/2.8. Diese sind qualitativ meist besser als Zoomobjektive (leider auch teurer). Für Vogelliebhaber sind Brennweiten ab 500mm gut geeignet. Wir setzen auch unsere 70 – 200mm Objektive sehr gern ein. Diese eignen sich insbesondere sehr gut, um ein Tier in seinem natürlichen Lebensraum eingebettet zu fotografieren.

Eine grosse Lichtstärkte, z.B. f/2.8 oder f/4 hilft auch bei nicht perfekten Lichtverhältnissen noch tolle Bilder zu machen.

Eine Möglichkeit um die Brennweite zu verlängern sind Teleconverter. Diese sind meist kostengünstiger als ein Objektiv mit einer langen Brennweite. Sie haben aber der Nachteil, dass man Licht resp. Blenden verliert. Zudem ist der Autofokus oft langsamer. Falls Du einen Telekonverter anschaffst, solltest Du unbedingt testen wie dieser sich mit Deinem Objektiv verhält.

Unsere Objektivauswahl für Fotosafaris im südlichen Afrika, Alaska oder Indien
  • Normale Brennweite, 24 -70mm (vor allem für Schnappschüsse zwischendurch oder „Behind the scene“ Aufnahmen)
  • Mittleres Teleobjektiv, 70 – 200mm
  • Telezoom, 200 – 500mm und 300mm fixe Brennweite
  • ….und in Afrika ein Ultraweitwinkel, z.B. 14-24mm für den atemberaubenden Sternenhimmel
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Unsere Objektive für die Wildlife Fotografie, von links nach rechts: Festbrennweite 300mm f/2.8, Telezoom 200-500mm f/5.6, Telezoom 70-200mm f/2.8, Weitwinkel 14mm f/1.8 für den Sternenhimmel und Landschaften
(nicht abgebildet, aber ebenfalls mit dabei ist eine Brennweite von 24 - 70mm)


3. Einbein- oder Dreibein-Stativ

Die Teleobjektive sind oft schwer und längeres Fotografieren aus der Hand ermüdet. In Safari-Fahrzeugen im südlichen Afrika oder in Indien können Bohnensäcke oder Einbein-Stative / Monopods verwendet werden. Dreibein-Stative sind hingegen zu sperrig und wenig sinnvoll. Diese sind natürlich hilfreich wenn aus einem Schutzversteck oder einfach draussen in der freien Natur fotografiert wird.
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Um die eindrücklichen Landschaften einzufangen, sollte unbedingt auch ein Weitwinkel mit in den Fotorucksack


4. Genügend Speicherplatz

Bei der Fotografie von Tieren oder Vögeln kommt sehr schnell eine grosse Menge an Bildern zusammen. Neben genügend Speicherkarten brauchst Du ein geeignetes Back-up Medium. Dies kann ein Laptop (mit externer Festplatte falls notwendig) oder ein Bildertank sein. Wir empfehlen dringend regelmässig eine Sicherungskopie der Bilder zu machen. Wir nehmen jeweils genügend Speicherkarten für zusätzliche Back-ups mit. Sowohl eine Speicherkarte oder eine Festplatte kann auch mal kaputt gehen. Um Enttäuschungen zu vermeiden, lohnt es sich auf jeden Fall die Bilder in mindestens zweifacher Ausführung zu speichern.
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Es muss nicht immer ein riesiges Tele sein. Mit einem 70-200mm Objektiv lassen sich die Tiere wunderbar in ihrer natürlichen Umgebung ablichten


5. Weitere nützliche Hilfsmittel

Die Ausrüstung sollte in einem gut gepolsterten Rucksack transportiert werden.

Gerade in den Ländern des südlichen Afrikas oder in Indien empfiehlt es sich auf alle Objektive einen UV-Filter zu schrauben. Dies dient in erster Linie als Schutz und hilft Kratzer an der (teuren) Linse zu vermeiden. Daneben setzten wir ab und zu einen Pol-Filter ein.

Packe genügend Ersatzakkus ein. Kläre im Vorfeld der Reise ab, ob Du überall die Möglichkeit hast Akkus aufzuladen.

Die Ausrüstung sollte regelmässig gereinigt werden. Entsprechendes Reinigungsmaterial im Rucksack gehört auf jede Fotosafari.

In unserem Fotorucksack befindet sich u.a. zusätzlich noch eine Stirnlampe, ein Fernglas und Hand Sanitizer.
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Durch lange Brennweiten, lassen sich tolle Portraitaufnahmen erstellen und das Motiv wird mit einer offenen Blende schön freigestellt.

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3 Top Tipps für einmalige Tieraufnahmen

Tipps zur Bildkomposition für bessere Wildlife Fotos

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Thomas Brühlmann
Thomas Brühlmann
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