Die Suche nach dem perfekten Foto

Die Suche nach dem perfekten Foto

Interview mit Profi Fotograf James Gifford
In unserer Blog-Serie hast Du die Gelegenheit unsere Foto-Guides besser kennen zu lernen. James Gifford ist leidenschaftlicher Profi-Fotograf. Er lebt seit mehr als 10 Jahren in Botswana. Dort gehört er zu den bekanntesten und angesehensten professionellen Fotografen die sich u.a. auf Wildlife-Fotografie spezialisiert haben.

James begleitet die Fotoreisen von Amazing Views in Botswana und Simbabwe. Wir haben mit ihm über seine Leidenschaft für die Fotografie gesprochen.

Interview mit James Gifford, professioneller Fotograf in Botswana

James, wie wurdest Du Profi Fotograf?
Fotografieren hat mir schon immer Spass bereitet. Ich begann mich aber erst ernsthaft damit auseinander zusetzen, als ich anfing die Welt zu bereisen. Ich sah einige der spektakulärsten Orte der Welt, meine Fotos wurden aber dem was ich gesehen habe nicht gerecht. Ich war frustriert und begann meine Kenntnisse zu verbessern um die Naturwunder mit dem Rest der Welt teilen zu können. Aus dem Hobby wurde rasch eine Obsession und somit zum Beruf.
Welche Stilrichtung der Fotografie magst Du am liebsten?
Ich hatte schon immer eine Passion für wilde Tiere. Von klein auf war ich fasziniert vom Verhalten der Tiere und es machte mir grossen Spass diese in der Wildnis zu suchen. Obwohl ich auch gerne Landschaften und Leute fotografiere, wird Wildlife immer meine bevorzugte Disziplin bleiben.
Junge Löwen beim Üben einer Attacke

Junge Löwen beim Üben einer Attacke

Wer oder was inspiriert Dich?
Es gibt sehr viele talentierte Fotografen auf der Welt. Durch die Digitalisierung und Social Media sind viele ihrer Arbeiten sehr leicht zugänglich. Daneben bin ich begeistert von den technologischen Entwicklungen und von einer neuen Generation Fotografen, die die Grenzen von Belichtung und Technik voll ausreizen und neue Wege gehen.
Wie würdest Du Deinen fotografischen Stil beschreiben?
Persönlich und gefühlsbetont! Ich mag es insbesondere, nicht nur den allgemeinen Charakter einer Tierart zu portraitieren, sondern den aktuellen Gemütszustand in dem sich das fotografierte Tier gerade befindet festzuhalten. Das Resultat ist in der Regel nicht eine „knuddelige“ Aufnahme, die man oft in Dokumentationen sieht, sondern mehr ein realistisches Bild das die Natur und ihre Regel des „Survival of the fittest“ widerspiegelt.
Was liebst Du am meisten an der Fotografie?
Die Unvorhersehbarkeit der Ereignisse macht das Ganze so spannend. Du weisst nie was dich erwartet oder wann die Gegebenheiten so sind, dass du nur noch den Auslöser drücken musst um ein aussergewöhnliches Bild für die Nachwelt festhalten zu können. Mich treibt auch die (endlose) Suche nach dem perfekten Bild immer wieder an.
Ein Schakal auf Beutezug

Ein Schakal auf Beutezug

Mit welchen Herausforderungen musst Du Dich auseinandersetzen?
Die technologische Entwicklung und deren einfache Zugänglichkeit führten zu einer verschärften Konkurrenzsituation und einem damit verbundenen Preiszerfall, speziell in der Wildlife-Fotografie. Heutzutage ist fast jeder Tourist, der nach Afrika reist, eine Art Fotograf. Bildkäufer tendieren dazu immer weniger für ein gutes Foto zu bezahlen. Es wird so schwieriger und herausfordernder seinen Lebensunterhalt mit der Fotografie zu verdienen. Oft geht es heutzutage mehr darum sich selbst zu verkaufen als die eigentlichen Bilder. Und das ist nicht meine grösste Stärke.
Was rätst Du angehenden Fotografen?
Scheue dich nicht zu experimentieren und gehe Deinen eigenen Weg. Lass dich inspirieren und wage es die Regeln auch mal zu brechen. Sei beharrlich!
Leopard, fotografiert mit der Panning Technik

Leopard, fotografiert mit der Panning Technik

Wie vermittelst Du Dein Wissen auf einer Fotosafari?
Ich bin sehr pragmatisch und passe mich den Bedürfnissen der Gäste an. Falls jemand eine spezielle Technik, wie z.B. Vögel im Flug, üben möchte, können wir das gerne während Stunden machen. Solange, bis alle glücklich sind und ihr persönliches Ziel erreicht haben. Daneben mag ich es Grenzen auszureizen. Sobald jemand die technischen Grundlagen versteht, gibt es viele kreative Möglichkeiten. Ich zeige diese gerne auf. Das Ziel ist es, dass jeder mit einem Portfolio an „Wow“ Bildern nach Hause zurückkehrt.
Was kann ein Teilnehmer auf einer Fotosafari, die von Dir begleitet wird, erwarten?
Natürlich möchte jeder die klassischen Raubtierbilder fotografieren. Wir befassen uns daneben aber auch mit Landschaftsaufnahmen, Macro, schwarz/weiss, Panning und weiteren Techniken. Ich bin bezüglich den Themen komplett flexibel und passe mich den Bedürfnissen der Gäste an. Jede Fotosafari ist anders. Ein wichtiges Element, das nicht zu unterschätzen ist, ist das Üben der Geduld. Diese Eigenschaft ist zentral um interessante Tierbegegnungen festzuhalten oder Aufnahmen mit perfekten Lichtverhältnissen zu erhalten.
Eine Gabelracke kehrt nach erfolgreicher Jagd zum Nest zurück

Eine Gabelracke kehrt nach erfolgreicher Jagd zum Nest zurück

Sonnenuntergang in Afrika

Eine klassischer Sonnenuntergang in Afrika

Ein Büffel wird von einem Löwenrudel angegriffen

Ein Büffel wird von einem Löwenrudel angegriffen

Im Okavango Delta müssen die Grosskatzen auch mal durchs Wasser

Im Okavango Delta müssen die Grosskatzen auch mal durchs Wasser

Sternenhimmel in Savuti

Sternenhimmel in Savuti

Wir freuen uns, dass James die folgenden Fotoreisen von uns im 2016 begleitet:

Magisches Simbabwe
Wildlife Explorer Botswana
Interview: Thomas von Amazing Views Photo & Adventure Tours
Bilder: James Gifford

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Jennifer Brühlmann
Jennifer Brühlmann
Reisen und Fotografie sind unsere Leidenschaft. Auf unserem Blog berichten wir über tolle Foto Locations weltweit, Tipps und Tricks in der Naturfotografie, unsere Fotoreisen und vieles mehr.