Am Ende der Welt – Zwei Expeditionen, die bleiben
Der Januar war intensiv und startete mit einer neuen Fotoreise. Zwei Expeditionen führten uns an Orte, die unterschiedlicher kaum sein könnten und sich doch auf besondere Weise ergänzen: zuerst nach Patagonien zum Puma-Tracking, danach weiter auf die abgelegenen Falkland Inseln.
Wenn ich heute auf diese Wochen zurückblicke, denke ich weniger an einzelne Tage. Was bleibt, sind Landschaften, Licht, Stimmungen, Momente und Begegnungen, die nachwirken.
Patagonien – Begegnungen in grosser Weite
Patagonien hat eine besondere Klarheit. Die Landschaft ist rau, weit und vom Wind geprägt. Darüber die markanten Gipfel der Torres del Paine. Eine Kulisse, die selbst nach vielen Besuchen nichts von ihrer Ausstrahlung verliert und für mich zu den schönsten Orten der Welt gehört.
Das Puma-Tracking beginnt vom Fahrzeug aus. Wir fahren langsam durch das Gelände der privaten Estancia, beobachten aufmerksam die Hänge und Ebenen und suchen nach Tierbewegungen in der Ferne. Die Weite erlaubt es, grosse Flächen systematisch abzusuchen.
Der entscheidende Faktor sind dabei unsere professionellen, lokalen Tracker und Guides. Mit ihrer Erfahrung, Geduld und ihrem geschulten Blick finden sie die Pumas nach sorgfältiger Suche immer wieder zuverlässig. Ihr Wissen über Verhalten und Gewohnheiten der Tiere macht den Unterschied und schafft die Grundlage für respektvolle und erfolgreiche Begegnungen.
Wird ein Puma gesichtet, halten wir an. Wir steigen aus und nähern uns zu Fuss. Ruhig, mit genügend Abstand und stets angepasst an die Situation. Diese Momente sind konzentriert, aber nie hektisch.
Einen Puma frei in der Landschaft zu sehen, ist jedes Mal besonders. Kein inszenierter Augenblick, sondern eine authentische Begegnung. Der Puma bewegt sich selbstverständlich durch sein Terrain, während im Hintergrund das Paine-Massiv steht und der patagonische Wind durch die Pampa zieht.
Zu Fuss fotografieren zu dürfen, auf Augenhöhe und ohne Fahrzeug als Barriere, ist ein Privileg, das nur wenige erleben. Genau diese Kombination aus Professionalität, Exklusivität und Respekt macht das Puma-Tracking in Patagonien so aussergewöhnlich.
Falkland Inseln – Ruhe, Licht und aussergewöhnliches Wildlife
Nach der Weite Patagoniens geht es weiter auf die abgelegenen Falkland Inseln.
Die Falklands beeindrucken nicht durch Lautstärke, sondern durch ihre Ursprünglichkeit. Im Januar sind die Tage lang, das Licht bleibt bis spät weich und klar. Und vor allem: Es gibt kaum andere Besucher.
Volunteer Point mit den Königspinguinen ist jedes Mal ein Höhepunkt. Ihre Eleganz, die leuchtenden Farben und die offene Dünenlandschaft schaffen eine besondere Atmosphäre. Ebenso die Strände von Saunders Island, welche weit, ruhig und landschaftlich aussergewöhnlich schön sind.
Neben Königspinguinen begegnen wir Eselspinguinen, Magellanpinguinen und Rockhoppern. Dazu Albatrosse entlang der Klippen und See-Elefanten und Seelöwen an den Stränden. Die Tierdichte ist beeindruckend, und dennoch bleibt alles entspannt und exklusiv.
Gerade diese Kombination aus Abgeschiedenheit, Qualität der Begegnungen und idealem Fotolicht macht die Falkland Inseln so besonders.
Zwei Regionen, ein bleibendes Erlebnis
Was beide Expeditionen verbindet, ist die Qualität des Erlebens. Kleine Gruppen, starke lokale Partner und viel Zeit draussen ermöglichen authentische Naturbegegnungen auf hohem Niveau.
Patagonien steht für die seltene Möglichkeit, einem Puma in freier Wildbahn zu begegnen und ihn in dieser grossartigen Landschaft fotografieren zu dürfen.
Die Falklands stehen für aussergewöhnliches Wildlife in nahezu unberührter Umgebung, für Ruhe, Licht und eine beeindruckende Dichte an Tierbeobachtungen.
Zusammen ergeben sie eine unvergessliche Reise ans Ende der Welt. Eine Expedition, die durch ihre Abgeschiedenheit, Intensität und Exklusivität überzeugt und zweifellos zu den aussergewöhnlichsten Erlebnissen in unserem Angebot gehört.
Dankeschön und nächste Reisen
Ein herzliches Dankeschön an alle Gäste, die im Januar mit dabei waren. Auch für das Vertrauen, die Begeisterung und die gemeinsame Zeit in diesen besonderen Landschaften. Ein besonderer Dank geht auch an Cristina, unsere lokale Co-Leiterin, für die wunderbare Zusammenarbeit und ihre Professionalität.
Solche Reisen leben von Sorgfalt, Erfahrung und echter Begeisterung für die Natur und von fotografischer Expertise, die aus besonderen Momenten bleibende Bilder entstehen lässt. Genau dafür steht Amazing Views.
Natürlich werden wir schon bald wieder nach Patagonien & Falkland zurückkehren. Falls du diese beiden einzigartigen Destinationen auch mit uns erleben und fotografieren möchten, freuen wir uns, wenn du die nächste Fotoreise Pumas & Pinguine mit uns buchst.
ZUR FOTOREISE PUMAS & PINGUINE
In Patagonien bieten wir noch zwei weitere Fotoreisen an:
Thomas Brühlmann
Thomas ist Gründer und Geschäftsführer von Amazing Views Photo & Adventure Tours sowie leidenschaftlicher Natur- und Wildlife-Fotograf. Seit über zehn Jahren ist er weltweit mit der Kamera unterwegs und begleitet Fotografiebegeisterte auf ausgewählten Fotoreisen und in praxisnahen Workshops. Seine grosse Stärke liegt darin, fotografische Zusammenhänge verständlich und praxisorientiert zu vermitteln. Mit viel Erfahrung, Geduld und Begeisterung unterstützt er Teilnehmende dabei, ihren Blick für Natur, Licht und den richtigen Moment zu schärfen und sich fotografisch weiterzuentwickeln.